Schlusswort

LaoTse beschreibt in seinem Tao-te-king vor 3500 Jahren:

  • Gesetze - werden gebrochen
  • Vorschriften - werden umgangen
  • Zwänge - führen zu Vermeidungsstrategien
  • Eine positive gesellschaftliche Entwicklung
  • ist nur mit einem übergeordneten „Sinn“ möglich.


Die westliche Welt basiert auf unschätzbar hohen Idealen. Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit geben grundsätzlich jedem die Möglichkeit sich zu entfalten. Diese Chance beruht auf Solidarität, Liebe, Mitgefühl, Leistung, Disziplin, Fleiß, Bildung und gesellschaftlich positiv formulierten Zielen. Dies ist verankert in den Verfassungen.

Es fehlt in unserer Kultur:

  • die Liebe zu unserer Umwelt,
  • der konsequente Schutz der Natur und der Tierwelt,
  • eine konsequent ökologische Ausrichtung,
  • die überhaupt nicht im Widerspruch zur Ökonomie steht – im Gegenteil.

Was beflügelt diese westliche Welt und machte sie so erfolgreich? Es ist die Fähigkeit das Leben und die Aufgaben als Ganzes in seiner Vielfalt zu erkennen und die Verantwortungen und Aufgaben wahr zu nehmen. Ein gutes Beispiel ist die Musik. Musik ist ein Fundament unserer Hochkultur. Musiker verstehen das Leben wahrscheinlich am besten. Da, wo viel musiziert wird, wo viele ein Musikinstrument spielen, wo es ein gelebtes Kulturleben gibt, dahin folgt auch die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Das Leben in der westlichen Welt ist wie eine sehr große Sinfonie, wir dürfen im größten und weltbesten Orchester mitspielen. Alle Instrumente, alle Klangfarben, alle Tonarten, alle Rhythmen, alle Stilrichtrungen. Wenn man ein Instrument spielt, bedarf es Fleiß, Disziplin, Ausdauer, Kraft, und verbindliche Übernahme der Verantwortung, damit man richtig mitspielen und einsetzen kann. Wir lernen Teil dieses Orchesters zu sein, bringen es unseren Kindern bei, helfen unseren Mitmenschen mit zu wirken.

Und wenn unser Leben zu Ende geht, dann haben wir an vielen sehr guten Passagen und Konzerten mitgewirkt, haben damit viele erfreut, haben unseren Kindern und anderen die Musik und Instrumente beigebracht - und geben unseren Platz am Ende des Lebens weiter an andere. Und derart wurde unsere großes Sinfonieorchester über die Jahrhunderte immer besser und entwickelte sich.

Die griechisch-römische Antike:

  • hier sind die Wurzeln unserer Hochkultur und Freiheit
  • Aristoteles legte das Fundament
  • das Christentum fügte das Prinzip der Liebe und Solidarität hinzu

Humanismus und Aufklärung:

  • ermöglichte das freie Denken in einer freien Welt
  • mit Wissenschaften, Demokratie, Wirtschaft, sozialer Sicherung, Kultur
  • Soziales Leben in einer freien Gesellschaft.

Das Gehirn und unser ICH werden zu dem, was wir daraus machen:

  • mit Liebe, Mitgefühl, Bildung, Leistung, Disziplin, Fleiß, Ethik
  • stete positive Entwicklung von positiven Tugenden

ZEN ergänzt dies komplementär, wie der Kontrapunkt in einer Fuge:

  • der Mensch ist unfrei und leidet, weil er konditioniert ist
  • er muss diese Konditionierungen erkennen
  • lernen mit diesen umzugehen
  • und gewinnt dadurch die Kraft und die Freiheit
  • für ein sehr gutes Leben.

Humor:

  • Gewitztes Denken und eloquente Sprache
  • eine feine schöne positive Denk- und Lebensart,
  • die einem selbst viel nützt und auch anderen Freude macht



Es wird notwendig, dass sich die westliche Welt auf ihre Fundamente besinnt. Und wir werden jetzt weiterhin sehr stark werden müssen. Die globalen Veränderungen erlauben keine „splendid isolation“, für niemanden. Es bedarf einer enormen unbezwingbaren Stärke. Diese muss wirtschaftlich und wissenschaftlich sein, mental und psychologisch, kulturell und gesellschaftlich, aber auch strukturell und militärisch. Dies wird nun immer wichtiger, um das zu erhalten, zu entwickeln, zu schützen und weiter zu geben, was sich in der westlichen Welt die letzten 2500 Jahre gebildet hat.

Jeder Einzelne, seine Angehörigen, der Freundeskreis, die Familie, Bekannte, das Umfeld, Betriebe und Behörden, Polizei und Militär, Politik und Gerichte, Städte und Gemeinden sind gefordert diese sehr dringliche Aufgabe zu erkennen und mit zu wirken.