Johann Wolfgang von Goethe

Albert Schweitzer meinte, dass von drei Deutschen die höchsten Kulturleistungen der Menschheit geschaffen wurden:

  • Die Übersetzung der Bibel durch Martin Luther (Sprache, Grammatik,
    Logik - Basis für die weitere Entwicklung der westlichen Welt).
  • Die Übersetzung „Der Mittlere Pfad der Tugend - die Reden Godamo
    Buddhas“ durch E. Neumann.
  • und - Goethes Faust.

Faust strebt nach dem höchsten Dasein. Im ersten Teil geht es um das Seelen- und Gefühlsleben des Individuums. Es geht im „Faust“ um die Verzweiflung eines 50jährigen über sein beschränktes Leben, und dabei ist er noch privilegiert. Er findet keine „schönen allgemeingültigen“ Antworten. Da will er nichts mehr tun und niemandem mehr helfen und ist „gekränkt“. Er hat ein pubertäres Allmachtsbedürfnis, möchte sowas wie eine “freie Kraft” sein, die “durch die Adern der Natur” fließt und “schaffend” “Götterleben” genießt. Hier zeichnet sich schon Depression und Suizidalität ab. „Wenn ich vom Menschen nichts halte, will ich auch nicht so leben“. Er ist vollkommen egozentrisch, kriegt nicht, was er sich in seiner Stube ausdenkt - und schließt deshalb lieber einen „Pakt mit dem Teufel“. Ein Krimineller.

Einzigartig in der Weltliteratur der „Prolog im Himmel“. Gott der Herr und seine Engel sehen alles verträumt und positiv. Dies wird durch den bodenständigen Mephisto, dem (erst mal recht sympathischen) Teufel in Frage gestellt. Darauf folgend schließen Mephisto und der Herr eine Wette ab, Gott der Herr sagt aber voraus, dass Mephisto verlieren werde: Und steh beschämt, wenn du bekennen musst: | Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange | ist sich des rechten Weges wohl bewusst.

Interessanterweise ist der Teufel zunächst sehr sympathisch und freundlich eloquent. Er lässt sehr wohl erkennen, dass das sog. Böse im Leben eine wichtige und regulierende Rolle spielt. Die Engel und deren äolisch sphärischer Gesang wirkt  dagegen sehr weltfremd und schon fast den Menschen verhöhnend. Und so ist der Teufel erst mal ein Mann der Menschen, vor allem wenn er sagt: „....ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft“.

Faust tut dies mit einer kindlichen Zerstörungswut und einem infantilen Bedürfnis der Triebbefriedigung. Da wollte er zuerst das Neue Testament übersetzen, als „jugendlicher“ Idealist nahm er gerade mal die erste Zeile, war damit unzufrieden und  meinte diese zu verbessern (er weiß ja wohl alles besser) und wandte sich dann aber wieder von dieser anstrengenden Arbeit ab. (Anmerkung: W. Schmidbauer: Über die Destruktivität von Idealen. Man postuliert ein Ideal, erachtet dies als unerreichbar und nimmt dies dann als Rechtfertigung nichts tun zu müssen). Stattdessen zog er dann aber aus Bequemlichkeit vor mit der Hilfe des Teufels einfach alles zu erreichen; ohne Anstrengungen, nur mit Zauber, Magie und Säftchen alle seine undefinierten  Bedürfnisse zu befriedigen. Das hat schon eine triebgesteuerte Komponente eines haltlos Süchtigen. Und dabei zerstört er einfach alles, was sich ihm dabei in den Weg stellt. Dies geht sogar dem Teufel zu weit, er verabscheut diese ungezügelten lust- und triebgesteuerten Forderungen des Faust: „Du sprichst ja wie Hans Liederlich........“

Goethe zeigt gleich zu Anfang, dass eine umfängliche umfassende Erkenntnis des Lebens nicht möglich ist. Er lässt Mephisto sagen: „Glaub unsereinem, dieses Ganze ist nur für einen Gott gemacht!“ Vorerst gilt es, das Leben in allen seinen Details und Variationen zu leben. Erst jenseitige Gnade könne Faust zu „höheren Sphären“ führen. Der verworrene kindliche Faust will es aber trotzigerweise gleich und alles. Dabei macht er sich schuldig und richtet großen Schaden an. Hier die Parallele zu Freud, der unreife Mensch ist in seinen infantilen lustbezogenen Bedürfnissen gefangen, dem sog. „ES“.

Im zweiten Teil wird Mephisto zum Narren des verarmten Kaisers. Gemeinsam mit Faust macht er diesen reich und mächtig, indem er Bodenschätze hebt und im übertragenen Sinne eine Papiergeldwährung einführt, die alle Steuern direkt dem Kaiser zuführt. Hässlichkeit, Geld und Vergnügungssucht werden dargestellt. Der Kaiser ist dumm, dekadent und will dann auch noch „amüsiert“ werden. In Teil 2 wird Faust langsam erwachsen, wird zum erfolgreichen "Unternehmer" und übernimmt  Verantwortung für die Gesellschaft.

Viele Szenen im Teil 2 sind versehen mit sehr fein- und tiefsinnigen Zitaten und Querverweisen auf die griechische Antike. Die griechische Antike, vor allem Aristoteles sind ja das große Vorbild und der Urgrund für den neuen Aufbruch der Renaissance, Aufklärung und den Humanismus in Europa. Da hat uns Goethe etwas alleine gelassen, und hat nur noch für zitatfeste „Fachleute“, Philosophen und Philologen geschrieben. Ein Gegenkaiser droht die Macht zu übernehmen. Mephisto und Faust können den Kriegsverlauf wenden. Faust wird reichlich belohnt mit Land und politischen Aufgaben. Nun wird er seine selbstbezogene Lebensweise aufgeben und gesellschaftlich Verantwortung übernehmen. Ein Bischof will das verhindern, weil er ahnt, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zuging - er schafft dies aber nicht.

Mittlerweile hundert Jahre alt und blind, hält Faust die lärmenden Lemuren, die ihm das Grab schaufeln, für seine Arbeiter, die einen Deich errichten sollen, mit dem er dem Meer Land für Besitzlose abgewinnen will: „Eröffne ich Räume für viele Millionen Menschen, nicht sicher zwar, doch tätig frei zu wohnen. Solch ein Gewimmel möcht’ ich sehn, Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn.“ Im Streben nach dem „höchsten Dasein“ hat Faust seine infantile Selbstbezogenheit überwunden. Er will nun seine Fähigkeiten für das Wohl der Bedürftigen einsetzen, von denen viele Millionen existieren. Mit dieser späten Sinnfindung kann Faust sich endlich akzeptieren und sicher sein, durch eine solche Großtat der Nachwelt im Gedächtnis zu bleiben. Glücklich bekennt er: „Zum Augenblicke dürft’ ich sagen: Verweile doch, du bist so schön! Es kann die Spur von meinen Erdentagen nicht in Äonen untergehen. Im Vorgefühl von solchem hohen Glück genieß’ ich jetzt den höchsten Augenblick“.

Mit dem Ausspruch der alten Schwurformel „Zum Augenblicke dürft’ ich sagen: Verweile doch, du bist so schön!“ verliert Gott die Wette nicht, da der Konjunktiv (Irrealis) „dürft’“ andeutet, dass Faust dies gerne sagen würde, es jedoch nicht tut. Seinem Tod aber entgeht er nicht. Drei Engel verkünden am Schluss von Faust II das Urteil über Faust: „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“. Implizit enthält der Spruch auch die Begründung für Fausts Errettung: Weil er sich strebend bemüht habe, könne er erlöst werden.

Faust im Teil 2 kann man als einen dynamisch voranschreitenden Unternehmer interpretieren, der die Welt transformiert, die Natur unterwirft, neue Kriegstechniken entwirft, und nachdem er dem Kaiser durch die Erfindung neuer Kriegstechniken zum Sieg verholfen hat, ein Land geschenkt bekommt, das er dem Meere noch abgewinnen soll. Das ist die Vision, ein freies Volk auf freiem Grund. Deshalb hat Honecker Faust zum ersten Sozialisten ernannt. Und dieser Faust ist am Ende ein Blinder. Nach Goethe war er in seinem ganzen Leben blind; nichts von einem Übermenschen, Goethe nennt ihn Unmensch. Und die Wurzel seines Unmenschentums nennt er Blindheit. Die berühmte Szene in Faust I, in der er zu dem Neuen Testament greift, worin das Licht der Wahrheit brennt, liest Faust: „Am Anfang war das Wort. Aber dann: Ich kann das Wort unmöglich so hoch schätzen, ich muss es anders übersetzen“. Und am Ende übersetzt er: Am Anfang war die Tat. Das ist der Kern der Probleme, mit denen wir es zu tun haben. Die Verneinung und Absage an die Vernunft. Nicht erkennen wollen, dass das Wort, das Nachdenken, die Sprache, vernünftige Planung an erster Stelle sind. Am Ende wird er trotzdem erlöst, weil er sich - trotz all seiner schlimmen Schuld - für den Erwerb von Wissen und die gesellschaftliche Verantwortung eingesetzt hat.

Insgesamt entzieht sich der Faust bei aller Sprachgewalt einer umfassenden Interpretation. Manche sehen auch, dass Goethe mit Mephisto und Faust die schlimmen Folgen der Industrialisierung erkannte und die vielen Katastrophen aus dieser  unheiligen Verbindung darstellen wollte, also die schwerwiegenden Folgen eines blinden wirtschaftlichen Aktionismus. Im Positiven, dass sich ein Mensch zunächst in seinen infantilen Lustbefriedigungen verlor und dann aber in der Übernahme von verbindlicher gesellschaftlicher Verantwortung zu einer richtigen Lebensführung gelangte. Hier ist Goethe nahe bei Freud. Zuerst befangen im ES mit animalischen kleinkindlichen Lustbedürfnissen; dann formt sich an den Aufgaben (Über-Ich) sein Ich. So, dass er zuletzt auch wieder Gnade vor Gott bekam.

Der große Bogen, vom triebhaft infantil geltungsbedürftigen lustgesteuerten Individuum zum verantwortungsbewussten Menschen – dies ist wahrscheinlich der übergeordnete Sinn. Am wichtigsten dürften allerdings die sehr vielen feinsinnigen Details sein. Goethe hatte einen aktiven Wortschatz von etwa 30.000 Wörtern. Das ist und war einzigartig. Schiller drängte Goethe immer wieder den Faust zu vollenden. Schiller betonte, dass er der einzige Mensch sei der jemals diese komplexe Materie (Faust - Antike - Aufklärung - Menschsein - moderne Welt) beschreiben konnte. Ein Hochgebildeter hat maximal 10.000 Begriffe im aktiven Wortschatz, das durchschnittliche Bildungsbürgertum um 3.000 Wörter. Eine US-amerikanische Studie kam beim  Bildungsbürgertum in den USA auf 1.000 Wörter und bei den Menschen in den Straßen von New York auf circa 300 verfügbare Wörter (kein Tippfehler - dreihundert).

Sprache und logische Grammatik sind die wichtigsten Instrumente für Entwicklung, Planung, Strategien und Wissenschaft. Goethes Faust ist übervoll von wunderbaren bestformulierten Erkenntnissen menschlichen Lebens. Es ging Goethe nicht um „die eine Antwort“. Er sagt ja: „wir wissen, dass wir nichts wissen können.“ Und auch: „am Ende bleibt man doch immer derselbe“. Er sagt was anderes, auch in seinen vielen anderen Werken. Der Mensch muss sich bilden und entwickeln; er braucht ein sehr breites Spektrum an Reaktionsmöglichkeiten auf eine sehr vielfältige und vieldimensionale Welt. Man kann es mit einem Musiker vergleichen; der muss auch alle Tonarten und Modalitäten, Appreggios und Kadenzen, Läufe und Modalitäten, Rhythmen
und Variationen kennen und idealerweise jederzeit abrufbereit haben. Auch wir müssen uns (und für unsere Kinder) ein sehr weit gefächertes Reaktionsmuster auf die vielfältigen Facetten des Lebens erarbeiten, um bestehen zu können. Und so ist auch das Leben: „ein rechter Mann (Mensch), der den Moment erfasst“.


Einige Faustzitate:

Gleich einer alten, halbverklungnen Sage kommt erste Lieb und Freundschaft mit herauf; Der Schmerz wird neu, es wiederholt die Klage des Lebens labyrinthisch irren Lauf, Und nennt die Guten, die, um schöne Stunden vom Glück getäuscht, vor mir  hinweggeschwunden.

Wer sich behaglich mitzuteilen weiß, den wird des Volkes Laune nicht erbittern; er wünscht sich einen großen Kreis, um ihn gewisser zu erschüttern. Drum seid nur brav und zeigt euch musterhaft, laßt Phantasie, mit allen ihren Chören, Vernunft, Verstand, Empfindung, Leidenschaft, doch, merkt euch wohl! nicht ohne Narrheit hören.

So braucht sie denn, die schönen Kräfte und treibt die dichtrischen Geschäfte wie man ein Liebesabenteuer treibt. Zufällig naht man sich, man fühlt, man bleibt Und nach und nach wird man verflochten; es wächst das Glück, dann wird es angefochten.
Man ist entzückt, nun kommt der Schmerz heran, und eh man sich's versieht, ist's eben ein Roman. Laßt uns auch so ein Schauspiel geben! Greift nur hinein ins volle Menschenleben! Ein jeder lebt's, nicht vielen ist's bekannt, und wo ihr's packt, da ist's interessant. In bunten Bildern wenig Klarheit, viel Irrtum und ein Fünkchen Wahrheit, so wird der beste Trank gebraut, der alle Welt erquickt und auferbaut. Und steh beschämt, wenn du bekennen musst: ein guter Mensch in seinem dunklen Drange
ist sich des rechten Weges wohl bewusst.

Von Sonn' und Welten weiß ich nichts zu sagen, ich sehe nur, wie sich die Menschen plagen. Der kleine Gott der Welt bleibt stets von gleichem Schlag, und ist so wunderlich als wie am ersten Tag. Ein wenig besser würd er leben, hättst du ihm nicht den Schein des Himmelslichts gegeben; er nennt's Vernunft und braucht's allein, nur tierischer als jedes Tier zu sein. Von allen Geistern, die verneinen, ist mir der Schalk am wenigsten zur Last. Des Menschen Tätigkeit kann allzu leicht erschlaffen, er liebt sich bald die unbedingte Ruh; drum geb ich gern ihm den Gesellen zu, der reizt und wirkt und muß als Teufel schaffen.

Habe nun, ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie  durchaus studiert, mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor;

FAUST: Der du die weite Welt umschweifst, geschäftiger Geist, wie nah fühl
ich mich dir!

GEIST: Du gleichst dem Geist, den du begreifst, nicht mir!

Wie nur dem Kopf nicht alle Hoffnung schwindet,
der immerfort an schalem Zeuge klebt,
mit gier'ger Hand nach Schätzen gräbt,
und froh ist, wenn er Regenwürmer findet!

FAUST:
O glücklich, wer noch hoffen kann,
aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen!
Was man nicht weiß, das eben brauchte man,
und was man weiß, kann man nicht brauchen.
..................
WAGNER:
Ich hatte selbst oft grillenhafte Stunden,
doch solchen Trieb hab ich noch nie empfunden.

 

Geschrieben steht: „Im Anfang war das Wort!“
Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,
ich muß es anders übersetzen,
wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.
Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn.
Bedenke wohl die erste Zeile,
daß deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?
Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,
schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh ich Rat
und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!

MEPHISTOPHELES: Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und
stets das Gute schafft.

FAUST: Was ist mit diesem Rätselwort gemeint?

MEPHISTOPHELES:
Ich bin der Geist, der stets verneint!
und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
ist wert, daß es zugrunde geht;
drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
mein eigentliches Element.


FAUST: der Tod erwünscht, das Leben mir verhaßt.

MEPHISTOPHELES: Und doch ist nie der Tod ein ganz willkommner Gast.

MEPHISTOPHELES:
O glaube mir, der manche tausend Jahre
an dieser harten Speise kaut,
daß von der Wiege bis zur Bahre
kein Mensch den alten Sauerteig verdaut!
Glaub unsereinem, dieses Ganze
ist nur für einen Gott gemacht!
Er findet sich in einem ew'gen Glanze,
uns hat er in die Finsternis gebracht,
und euch taugt einzig Tag und Nacht.

MEPHISTOPHELES:
Du bist am Ende- was du bist.
Setz dir Perücken auf von Millionen Locken,
setz deinen Fuß auf ellenhohe Socken,
du bleibst doch immer, was du bist.

FAUST: Ist über vierzehn Jahr doch alt.

MEPHISTOPHELES:
Du sprichst ja wie Hans Liederlich,
der begehrt jede liebe Blum für sich,
und dünkelt ihm, es wär kein Ehr
und Gunst, die nicht zu pflücken wär;
geht aber doch nicht immer an.

MARGARETE:
Wenn man's so hört, möcht's leidlich scheinen,
steht aber doch immer schief darum;
denn du hast kein Christentum.

MARGARETE:
Meine Mutter hab ich umgebracht,
mein Kind hab ich ertränkt.
War es nicht dir und mir geschenkt?
Dir auch.- Du bist's! ich glaub es kaum.
Gib deine Hand! Es ist kein Traum!

MARGARETE:
Was steigt aus dem Boden herauf?
Der! der! Schick ihn fort!
Was will der an dem heiligen Ort?
Er will mich!

FAUST: Du sollst leben!

MARGARETE: Gericht Gottes! dir hab ich mich übergeben!

MEPHISTOPHELES zu Faust: Komm! komm! Ich lasse dich mit ihr im Stich.

MARGARETE:
Dein bin ich, Vater! Rette mich!
Ihr Engel! Ihr heiligen Scharen,
Lagert euch umher, mich zu bewahren!
Heinrich! Mir graut's vor dir.

MEPHISTOPHELES: Sie ist gerichtet!

STIMME von oben: Ist gerettet!