Irrationales Verhalten

Irrationales Verhalten hat ontogenetisch eine sehr große Bedeutung. Archaische Gruppen basierten auf Verhaltensmustern, die wir heute als instinktgesteuert bezeichnen würden. Diese stabilisierten die Gruppe und den Einzelnen in diesem System.
Das Gebaren war ähnlich tierischen Horden mit festen Hierarchien, Grausamkeiten, sozialer Fellpflege, und bei den Menschen zunehmend Rituale, die dann in religiöse Muster mündeten. Dies schaffte Stabilität in Gruppen, Horden oder Stämmen, Auch erste staatsähnliche Gebilde funktionierten so, waren damit aber nicht entwicklungsfähig. Ein positives Menschenbild, das dem Einzelnen und der Gruppe eine Chance auf Entwicklung gab, war damit nicht möglich. Diese Strukturen sitzen aber sehr fest in unseren archaischen Hirnstrukturen. Wenn wir diese selbst bestärken oder uns dies von außen heran getragen wird, dann ist für die meisten Menschen die Bereitschaft dies anzunehmen sehr groß.

Irrationales Verhalten - sich Lösen von der Ratio - „Entspannung“:

  • Lust , Ekstase, Trance, Rausch
  • Drogen, rhythmische Ekstase, Rituale
  • Schreien, Grölen, aggressiver Gesang bzw. Verlautbaren, Schlachtrufe
  • Macht und Lust ausleben
  • überzogene Selbstdarstellung
  • Gläubig-mystisch-ekstatisches-verzückt sein
  • Sexuelle Exzesse oder Wunschträume, Sexualisierung, Pornografie
  • Freude-Lust am Kampf oder Sport (Fußball, Boxen, o.ä.)
  • Risikosportarten, wie z.B. Steilwandskifahren
  • Verfeinert als Ballett, Tanz, Musik, Konzerte, Musizieren, Malerei, Kunst Sport, Mode, Schönheit
  • Libido aller Art (nicht zwingend sexuell) – sinnliche Freuden
  • Ästhetik, Design, Architektur


Altes Testament - Vertreibung aus dem Paradies:

  • Der Mensch sei für die Freiheit nicht geschaffen
  • Die Regeln freien Zusammenlebens hält er nicht ein.
  • Der Mensch kann mit einem Wohlleben nicht umgehen.
  • Das Alte Testament beschreibt, dass für den Menschen wohl ein Leben mit Entbehrung, Anfechtungen, Leid und schwerer Arbeit das Beste sei.

Externe Vorgabe von Strukturen:

  • Die meisten Menschen brauchen oder suchen sogar einen externen Strukturgeber
  • Das ICH, der innere Strukturgeber, ist oft nicht entwickelt
  • Schule-Arbeit-Aufgabe-Beruf ordnen das Leben.
  • Ordensregeln wie „Bete und Arbeite“
  • Militärische Disziplin in Eliteschulen.
  • Ähnliches auch in Zen-buddhistischen Klöstern.
  • Ein Mangel an Struktur führt zu archaisch irrationalem Verhalten.

Die Neurosenlehre befasst sich mit diesem Thema sehr strukturiert und betont auch regelhaft, dass sich irrationales Verhalten und alltägliches „normales“ Verhalten allenfalls graduell und in Gesamtschau (Wichtung, Steuerung im gesamten Leben) unterscheiden. Man kann nicht auf Grund eines Verhaltens zwischen gesund und krank unterscheiden, der situative Kontext und die Gesamtbetrachtung sind entscheidend.

Die entscheidende Frage bei abnormem irrationalen Verhalten ist, ob der Mensch dies erkennt, ob es für den Einzelnen und sein Umfeld erträglich ist, ob er es noch steuern und kontrollieren kann.

Meist sind es Konflikte aus der frühen Kindheit, unbewusste Trieb-Impuls- Abwehr-Konflikte. Die frühe Kindheit ist auch ganz entscheidend für positive Entwicklungen („was Hänschen nicht lernt), siehe Kapitel Entwicklungspsychologie. Versteckte subtile psychische Misshandlung mit Liebes-Anerkennungsentzug sind die häufigsten schwer belastenden Entwicklungstraumata. Am offensichtlichsten natürlich Missbrauch und körperliche Gewalt. Ebenso „Ausgeliefert sein“ ohne Hoffnung auf  Entrinnen. Traumatisierend auch die Überflutung mit redundanten solitären Reizen, z.B. Sex, Gewalt, Alkoholräusche, schwere Arbeit, Erniedrigungen, Streit, Lärm, o.ä.

Dieses Leid ist meist unterbewusst und löst dann konditionierte Reflexe aus. Wenn es zunehmend bewusst wird, kann man es schon besser kontrollieren. Viele Menschen können dies auch selbst aktiv überwinden oder zumindest kompensieren.

Häufig sind leichtgradige konditionierte Reaktionen wie Sucht, Perversion, Persönlichkeitsstörungen (histrionisch, anankastisch, schizoid), posttrauma- tische Belastungen, Alpträume, Abstumpfung und Überreizung zu erwähnen.

Nicht selten sind konditionierte Reaktionen mit passager auffälligem Verhalten bis zur Somatisierung. Schwergradig sind Psychoneurosen (Angstneurosen, Depression, Zwangsneurosen, uvm). Ganz interessant die Borderline-Störungen, die mit Therapie schlechter verlaufen und mit ZEN-Buddhistischer Unterstützung (Erkennen von Konditionierungen) abklingen.

Ein strukturiertes selbstgesteuertes Leben zeichnet sich aus durch Leistungsbereitschaft, soziale Einbindung, Disziplin, Verantwortlichkeit, Liebe, Training, Humor und Engagement. Dies hält derartige neurotische Impulse in Grenzen, macht diese steuerbar und kann diese auch im Laufe des Lebens aktiv eindämmen und zurückentwickeln (Gegenkonditionierung). Andererseits verhaften unreife Menschen einer infantilen lustgesteuerten Lebensführung. So können sich diese neurotischen Impulse zunehmend verstärken und verselbstständigen.

Destruierende Impulse:
Das Gehirn, unser ICH, wird zunehmend zu dem, was wir daraus machen. Die positive Entwicklung von positiven Tugenden erfordert Beharrlichkeit, Ausdauer, Selbstbeherrschung, Disziplin und Fleiß. Die westliche Welt basiert auf unschätzbar hohen Idealen. Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit geben grundsätzlich jedem die Möglichkeit sich zu entfalten. Diese Chance beruht auf Solidarität, Liebe, Mitgefühl, Leistung, Disziplin, Fleiß, Bildung und gesellschaftlich positiv formulierten Zielen.

Und leider funktioniert auch das Gegenteil sehr gut – und ist für den Menschen erst mal „verführerischer“ (Bibel und vorher Herakles: der schlechte Pfad ist breit und bequem, der gute Pfad ist schmal, steinig, dornig und steil). Die Entwicklung von Bildung, Humor, Eloquenz, Leistung, Stärke und Kultur werden als mühselig wahrgenommen.

Die pluralistische freie Gesellschaft erlaubt es, dass wir uns wertfrei ins Leben stellen und auf die Dinge so reagieren wie sie kommen. Derart eröffnen sich unendlich viele Chancen und Möglichkeiten, es steigen aber auch die Risiken. Die meisten Menschen können sich selbst nicht steuern. Der Mensch ist stark konditioniert durch seine Entwicklung, Umwelt, Gedanken und Emotionen. Christliches und humanistisches Denken soll positiv konditionieren, ZEN soll helfen diese Konditionierungen zu erkennen, um diesen unterbewussten Steuerungsimpulsen gezielt eine positive Richtung zu geben.

Angstbesetzte destruktive Impulse werden sehr viel  leichter initiiert und vernetzt als positive konstruktive Kaskaden. (plastisches Beispiel: man kann leichter auf einem Flügel sinnlos rumhämmern, als ein schönes Musikstück zu spielen) Zudem sind viele Menschen benachteiligt durch Krankheit, schwierige Entwicklung, ungute mentale Voraussetzungen, belastende bis unerträgliche Lebensumstände.


Dann entstehen Kompensationsstrategien:

 

  • Flucht in Zerstreuung, Ablenkung
  • Alkohol, Rausch, Lust
  • Nichtstun, Phlegma, Bequemlichkeit,
  • Neid, Hass, Eifersucht
  • ungerichtete Angst (Versagensängste)
  • Und dann trotzdem Suche nach Anerkennung und Gruppenzugehörigkeit mit dem hohen Risiko der Fremdsteuerung (externer Strukturgeber)


Diese Muster finden wir in primitiven Strukturen, wie kriminellen Vereinigungen, bei Terroristen, Fanatikern, aggressiven Kulturen. Das ist vielleicht auch der Grund, warum uns dies am Fernsehapparat so bindet; da entdecken wir unsere Urtriebe, die wir heute nicht mehr ausleben können. Man ist überrascht, wie schnell diese in den Vordergrund kommen, wenn die Kontrollinstanzen schwach werden oder weg fallen oder dies erlaubt wird. Klassische Beispiele sind Konzentrationslager, Gewalt in  Städten, Terror im Nahen Osten.

Archetypische vorchristliche Strukturen waren zunächst kraftvoll:

  • einige Begriffe waren:
  • Kraft, Abhärtung, Durchhaltevermögen, Wildheit
  • Ungezügeltes Ausleben von Bedürfnissen, ohne Rücksicht
  • nur nach hierarchischer Abstufung
  • keine Geisteskultur, stattdessen angstbesetzter Götterglauben
  • Anmerkung:
  • dies wurde gezielt instrumentalisiert im 3. Reich,
  • war zunächst faszinierend und ist es bis heute noch
  • (Faszination archaischer Triebe, täglich im TV und Magazinen),
  • und induzierte zuletzt den eigenen Untergang;
  • der interessanterweise auch im Falle eines Sieges eingetreten wäre,
  • weil es keine nachhaltig produktiven Strukturen (außer Krieg und Ausplünderung) gab .

Diese aggressiven primitiven Grundmuster haben naturgemäß alle Menschen, interkulturell, in unserer Grundstruktur (Archetypus) bei jedem verankert. All diese Impulse sind in jedem von uns verwurzelt. Sie waren ontogenetisch wichtig, als die Menschen sich in jagenden Horden ausbreiteten. Derartige Muster waren für das Überleben der Gruppe und der Horde wesentlich.

Und es wird vom Menschen noch viel bösartiger umgesetzt als von Tieren:

"Er würd ́ein bißchen besser leben,
hättest Du ihm nicht den Schein des Himmelslichts gegeben.
Er nennt ́s Vernunft und nutzt ́s allein,
nur tierischer als jedes Tier zu sein".

Und dann noch das hochgewichtige archaische Bedürfnis nach Gruppenzugehörigkeit, allgemeine Anerkennung und vor allem Anerkennung durch eine bestimmte Bezugsperson, und schon hat man eine kriminelle Bande, einen Führer oder eine Terrorgruppe. Dieser Reflexbogen funktioniert ganz wunderbar, und bedarf deshalb in der westlichen Welt eines ganz bewussten Gegengewichtes; das müssen wir nun erkennen und Konsequenzen daraus ziehen. Die moderne westliche Welt erfordert Talent, Leistungebereitschaft, Einfühlungsvermögen, sehr komplexe und schwierige Anpassungsstrategien. Diese sind sehr schwer umzusetzen und mit viel Versagen und Frustration verknüpft.

Im Vordergrund steht die Möglichkeit diese Anstrengungen nicht erbringen zu müssen, und wenn möglich das rauschhafte Erleben des eigenen aggressiven Tuns; dies wird aber meist nicht möglich sein, und es werden dann Kompensationsstrategien (s.o.) entwickelt; und damit beschädigt man sich aber kontinuierlich und zunehmend selbst und sein Umfeld (Anmerkung: die Sünden der Väter werden bis ins siebte Glied bestraft).

Aggression ist ein biologisch fundiertes archetypisches Verhaltensmuster zur Verteidigung und Gewinnung von Ressourcen sowie zur Bewältigung
potenziell gefährlicher Situationen. Aggression wird über Angst getriggert, viele Menschen haben viel Angst - "Angst fressen Seele auf".

  • Angst vor der Zukunft.
  • Angst vor Mitmenschen, Vorgesetzten, Arbeit, Hartz-4, Krankheit,
  • Angst vor Verachtung, Ausgrenzung usw.
  • Angst vor Gewalt, Unterdrückung, Ausgrenzung, Gemeinheiten, Spott,
  • Angst vor dem eigenen Versagen, Kränkungen und Niederlagen,
  • Angst vor der schwächenden lähmenden ungerichteten Angst.

Das ist das sehr große Verdienst des Christentums, Liebe, Mitgefühl, Solidarität und Hilfe für die, die dessen bedürfen, das zentrale Thema der westlichen Gesellschaft. Die westliche Gesellschaft beruht auf dem Christentum, das uns sehr positiv geformt hat. Hier sehr interessant ZEN, Buddha erkannte, dass das Leben Angst ist und zeigte auf, wie man dies für sich selbst langsam zu steuern lernt.

Und auch hier wieder Jing und Jang, das Gute und das Schlechte, das Zerstörerische und das Konstruktive liegen sehr nahe beieinander, sind oft die beiden Seiten derselben Medaille, und dies kann in der Gesellschaft und beim Einzelnen ganz schnell kippen. Deshalb müssen wir diese destruierenden Impulse kennen, erkennen und benennen, um ihnen bereits ganz früh entgegen wirken zu können,

Depression und Angst:

Langanhaltender Stress soll der wesentliche Auslöser von ungerichteter Angst und Depression sein. Die depressiven Erkrankungen in modernen Industrienationen werden oft in einem Zusammenhang mit den rasanten Veränderungen von Gesellschaft und Wirtschaft gesehen. Dabei sollen angeblich Faktoren wie Arbeitsplatzunsicherheit, wachsende Anforderungen an Mobilität und Flexibilität, Auflösung vertrauter Strukturen, Leistungsdruck und innerbetrieblicher Konkurrenzkampf eine zunehmende Rolle spielen.

Dies ist jedoch offensichtlich falsch. In Krisen- oder Kriegszeiten - also in Phasen größter psychischer Verunsicherung und existenzieller Bedrohung – geht die Zahl der depressiven Erkrankungen und suizidalen Handlungen deutlich zurück. Dieser Effekt zeigt sich in allen europäischen Ländern und gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Stress ist eine natürliche positive Reaktion des Körpers. Diese durchaus gesunde Reaktion des Körpers führt zu erhöhter Leistungsfähigkeit und sowohl in mentaler als auch körperlicher Hinsicht. Auch Menschen, die um ihre Existenz kämpfen und Krisen bewältigen, haben diese Erkrankungen nicht.

Angsterkrankungen und Depressionen nehmen zu, wenn Menschen unter besten Bedingungen leben, in unserer BRD sind 10 – 20% betroffen! Im Klinikalltag sind es um 30%. Meist die Menschen, die das angenehmste Wohlleben führen können. Hauptauslöser scheint zu sein, wenn Menschen sich keiner Aufgabe und Verantwortung stellen und ihr Lebensziel in Bequemlichkeit favorisieren. Das Vermeiden und die unzureichende Bewältigung gestellter Aufgaben induziert Angst, chronische  Nervosität und befördert zuletzt das Gefühl steter Überforderung. Veränderungen im Gehirnstoffwechsel sind sekundär. Das Gefühl der Insuffizienz erzeugt Angst und Depressionen, und dies muss nicht vordergründig bewusst sein. Die beste Therapie ist sehr straffe externe Strukturierung mit Arbeit, Leistung. Verantwortung und Erfolgen – dem entziehen sich aber meist die Patienten und auch die Therapeuten.

Die beste Therapie wäre, wenn man diese Menschen zu einem geregelten und arbeitssamen Tagesablauf "zwingt" (Therapiegruppe, Klinik, Familie, Partner, Betrieb); man führt sozusagen mit Disziplin und Fleiß eine positiver Wertschätzung und ein positives Selbstwertgefühl herbei. Leider sind sehr viele Menschen nicht gewillt etwas an ihrem Leben zu verändern und geraten recht rasch zu einem sogenannten sekundären Krankheitsgewinn. Die Aufmerksamkeit eines Therapeuten,  Krankschreibungen, Bequemlichkeit, Inaktivität uvm. verselbstständigen sich leider rasch. Oft sind diese Einstellungen familiär vorgegeben und werden als "normal" vom Betroffenen wahrgenommen. Die Krankheit Depression gestattet Nichtstun und Trägheit, Antidepressiva werden anhaltend notwendig, Psychotherapie wird zum bequemen Weg des geringsten Widerstandes. Viele Ärzte und Therapeuten bestärken leider depressive Menschen in ihrer Rolle. Ähnlich den Alkoholikern wird in aggressiver Weise das direkte Umfeld damit sehr belastet.

Resilienz :

Menschen, die als resilient bezeichnet werden, sind in der Lage Belastungssituationen und auch Niederlagen und Tiefschläge gut zu meistern. Selbst aus Krisensituationen können sie gestärkt hervorgehen. Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein sind vordergründige Begriffe. Resilienz findet man bei disziplinierten, geordneten, gebildeten und fleißigen Menschen. Sie können sich aus jeder beliebigen Lage wieder selbst aufrichten. Schematisch kann man sich diese Art von Resilienz auch als ein System vorstellen, das nach einer Störung immer wieder zum „Grundzustand“ zurückkehrt. Ein eng verwandter Begriff ist Selbstregulation.

 

Die 7 Säulen der Resilienz:


Optimismus: Resiliente Menschen setzen ihren Optimismus ganz gezielt ein, um ihre eigenen Ressourcen effektiv und zielgenau einzusetzen.

Akzeptanz: Nur wenn die Krise erkannt und akzeptiert wird, kann sie auch angegangen werden.

Orientierung auf eine Lösung: Lösungsorientierung und Zieldefinition

Aktiv gestalten: Aufmerksamkeit nicht nur auf andere Personen und Umstände richten, sondern in erster Linie sich selbst fordern. Sie versuchen Umstände aktiv und selbst zum Besseren zu verändern.

Verbindliche Verantwortlichkeit: Dazu gehört, dass man die Konsequenzen von Vermeidungsstrategien (Bequemlichkeit, Nichts- Tun) erkennt und stattdessen aktiv, engagiert, gebildet, diszipliniert und fleißig wird.

Netzwerke aufbauen: Indem man etwas mit und für andere tut!

Zukunft planen und gestalten: Pläne und Gestaltung des Lebens - vor allem mit altruistischen Zielen. Anmerkung: Sinntherapie nach Fabry und Frankl.