Marcus Tullius Cicero

Den Ausgangspunkt für die Verbreitung des Gedankenguts, das später „humanistisch“ genannt wurde, bildet der antike römische Begriff humanitas - Humanität, Menschlichkeit, Mitgefühl.

Cicero wurde der wichtigste Impulsgeber für Renaissance und Humanismus. Er war vom Philanthropie-Ideal, der Menschenliebe, beeindruckt. Nach seinem Verständnis gehörte zum Menschentum nicht nur eine wohlwollende „Humanität“, sondern in erster Linie Bildung, Disziplin und Fleiß.

Am Anfang war das Wort – die Sprachgewandtheit auf hohem Niveau, die ein erstrangiges Bildungsziel war. Sie zeigte sich im beruflichen und im alltäglichen privaten Umgang als Höflichkeit, Witz, Anmut und Leichtigkeit in der Ausdrucksweise, worin sich eine gelassene Haltung spiegelte. Tugenden, Milde, Gerechtigkeit und Würde waren Hauptelemente des Strebens Ciceros; auch Freigebigkeit gehörte dazu.