Stoa, Epikureismus, Christentum

Stoa und Epikureismus befassten sich mit dem Thema „glückendes Leben“ im weitesten Sinne und begannen psychologisch zu denken. Der Epikureismus suchte das individuelle Glück durch optimal dosierte Genüsse im Privaten mit Zurückhaltung in öffentlichen Angelegenheiten. Die Stoa fürchtet eine Versklavung der Seele in der Sucht nach Bedürfnisbefriedigung, favorisiert deshalb die Vernunftkontrolle; das Individuum ist Teil einer menschlichen Gemeinschaft und hat vor allem Pflichten. Stoische Leitlinien fanden Eingang in das Denken des republikanischen Rom.

Diskussion und Pluralismus hat der christliche Monotheismus nicht mehr zugelassen. Er hat aber viele Elemente antiker Philosophie integriert. Die internen dogmatischen Diskussionen und Streitigkeiten, die dem Christentum ihre heutige Form gaben, beruhen auf der griechischen Philosophie.