Die Kernaussage

Zunehmend werden zu viele Menschen instabil und schwach.

 

Sie haben kaum noch stützende äußere oder innere Strukturen.

 

Dies betrifft zunehmend die Einzelnen, Betriebe und Gruppen und die Gesellschaft.

 

 

Äußere Strukturgeber stehen immer weniger zur Verfügung, und stabile innere Strukturen werden immer weniger aufgebaut, diese werden sogar zunehmend abgebaut.

 

Die Mechanismen  -  im Positiven, wie im Negativen  -  sind einfach:

 

Der Mensch muss unentwegt in seinem Gehirn sortieren und steuern, Gedanken, Aufgaben, Wahrnehmungen, Emotionen und Befindlichkeiten. Diese einzelnen Komponenten müssen richtig sortiert, gesteuert, zugeordnet,  bewertet und verknüpft werden. Daraus leitet sich dann ein jeweiliges Ergebnis ab. Und dieser Vorgang findet unentwegt-pausenlos-mehrdimensional im Gehirn statt.

 

Und nun können das leider zu viele Menschen immer weniger. Das können hirnorganische Störung sein, wie Krankheit, angeboren, Unfall, Drogen, Alkohol, Demenz u.a. Fast immer ist es aber eine fortschreitende De- Strukturierung, ein Abbau, eine schlechte Entwicklung mit abfallender Hirnleistung.

 

Aufgaben werden nicht richtig strukturiert bzw. nicht mehr wahrgenommen, Bewertungen, Zuordnungen und Verknüpfungen werden fehlerhaft und unkontrolliert. Dabei werden auch das Befinden und Selbstpositionierung immer schlechter.

 

Am auffälligsten nach außen sind emotionale Fehlverknüpfungen. Oft beobachtet man das Phänomen, dass unangemessene Emotionen eingestreut werden, die mit den Wahrnehmungen und Aufgaben nichts zu tun haben.

Fehlzuordnung und Lücken werden mit unpassenden Emotionen gepaart, unangemessene Emotionalitäten mit unrichtigen Bewertungen und Reaktionen, oft ganz schlimm für die Betroffenen und deren Partner.

 

Das ist leider zunehmende Alltagsrealität bei leider zu vielen Menschen. Dadurch verliert der Mensch an Freude, Leistung und Lebensqualität. Auch Glück und Selbstbewusstsein leiden. Die Menschen entwickeln Ausweich- und Kompensationsstrategien („keine Zeit“, „keine Lust“, „nicht mein Ding“, Aggressionen, Apathie, usw.) Meist wird dies verknüpft mit einem sozialen Rückzug, der dann irgendwie begründet wird.

 

Ein geordnetes und strukturiertes Leben, mit Engagement und Verantwortung, mit Selbstwertgefühl, Stabilität und Leistungen und sozialer Einbindung wird dann nur noch lückenhaft, schwach oder nicht mehr umgesetzt.

 

Das entscheidende Zentrum unserer Gehirninfrastruktur, wo alles durchläuft  -   rauf & runter  -  und vorbereitet bzw. gesteuert wird, das sind der Hippocampus und das Mittelhirn, das ist unser Schaltkasten, unsere Steuerzentrale, unser Logistikzentrum.

 

Dieser zentrale steuernde Hirnanteil, mit dem wir diese Leistung erbringen wollen, ist ähnlich wie die Muskulatur (ist mit der übrigens wechselseitig eng verknüpft); er baut sich rasch ab, ist aber interessanterweise gut  trainierbar,. Dies sollte aber von Kindheit an unentwegt getan werden.

 

Im Arbeitsleben, privat und in der Gesellschaft   -   sehen wir, dass es den Menschen zunehmend schwerer fällt, sich selbst zu strukturieren. Ein fortschreitender Prozess mit enormen Auswirkungen in allen Bereichen.

 

Elternhaus, Schule, "Obrigkeiten" oder Kirche liefern zu oft keine äußere Struktur mehr. Sie werden weitestgehend nicht mehr als Autoritäten wahrgenommen. Wenn man so will  -  der Preis der Freiheit. 

Für unsere Zukunft gibt es eine zentrale & wichtigste Aufgabe. Wir müssen unseren Mitmenschen helfen ein starkes inneres Gerüst aufzubauen. Nur damit können sie stabil bleiben  -  und damit auch unsere Gesellschaft. 

Entscheidend im Beruf und in der Betriebsführung sind stabile & strukturierte Menschen.

 

Da kann man was tun und den Menschen ein Werkzeug an die Hand geben. Unsere Kultur bietet sehr gute Möglichkeiten hierfür. Und  -  dies ist die zentrale Leitungsaufgabe geworden. Wer das nicht erkennt, der kann nichts mehr erreichen.

 

Die Menschen brauchen Liebe und suchen nach Sinn, privat und auch in der Arbeit. Dies ist zu vermitteln mit einer humorvollen Kommunikationsfähigkeit. Dazu bedarf es aber eines enormen Trainings und einer steten  Selbstentwicklung.

 

"Ein rechter Mann, der den Moment erfasst", meinte der Herr Goethe. Und dieses geistige und sprachliche Repertoire muss man dann aber auch haben. Sehr viel Arbeit an & mit sich selbst, um sich selbst zu strukturieren, zu stärken und stabil zu machen und den anderen Menschen und den Mitarbeitern dabei zu helfen.

 

 

Das kann man sich erarbeiten und kann man trainieren. Das ist Thema dieser Homepage und des Buches.